Heinrich Pestalozzi

Freimaurerloge Heinrich Pestalozzi, Zürich

Begrüssungstext unseres Meisters vom Stuhl

Sie haben diese WebSite geöffnet. Daraus dürfen wir schliessen, dass Sie sich für die Freimaurerei interessieren. Ihr Interesse freut uns.

Die Freimaurerei ist keine geheime Gesellschaft; wir haben nichts vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Andernfalls würden wir unsere Arbeit nicht in dieser WebSite darlegen.

Was ist denn das Besondere an der Freimaurerei, dass sie sich über Jahrhunderte als aktive Vereinigung mit hohen kulturellen und humanitären Ansprüche erhalten konnte?

Darauf gibt es viele Antworten, viele Interpretationen und verschwommene Vermutungen. Tatsache ist aber, dass die Freimaurerei Menschen anspricht, die sich Gedanken über das eigene Leben und das des Mitmenschen machen; Menschen, die nicht einfach in den Alltag hineinleben. Es ist ein Urbedürfnis der Menschen, einen Lebenssinn zu suchen und sich selber immer mehr vervollkommnen zu wollen. Die Freimaurerei begleitet seit Jahrhunderten Menschen, die gewillt sind, einen solchen Weg zu gehen. Wir nennen dies "den rauen Stein behauen, der man selbst ist". Allein schon aus dieser Analogie heraus erklären sich die symbolischen Werkzeuge Winkelmass und Zirkel. Es gibt eine grosse Anzahl symbolischer Werkzeuge, die bei unseren Tempelarbeiten eingesetzt werden, damit sich diese mit Hilfe ritueller Handlungen jedem Freimaurer tief ins Bewusstsein einprägen, damit er im richtigen Moment verantwortungsvoll handelt. Übrigens, unseren Tempelraum, nennen wir auch gerne unsere Werkstatt und unser Ritual hat keinen religiösen, sondern einen rein humanistschen Charakter.

Menschen, die nicht in unsere Symbolik eingeweiht worden sind, werden unsere Rituale kaum verstehen. Deshalb sprechen die Freimaurer nicht ausserhalb des Logentempels über ihre Riten und Symbole. Sie sind ihnen zu wertvoll um sie zu popularisieren oder gar verteidigen zu müssen gegen Menschen, die den Sinn nicht erfassen können. Aber das wahre Geheimnis der Freimaurerei liegt weder im Ritual noch in den symbolischen Tempelarbeiten, das Geheimnis liegt im individuellen Erleben.

Dass eine solche Arbeit mit anderen Menschen gemeinsam eine tiefe und stets wachsende Verbindung unter ihnen gedeihen lässt, versteht sich von selbst. Deshalb nennen sich Freimaurer Brüder, in Frauenlogen nennen sie sich Schwestern.

Es stellt sich dann nur noch die Frage: "Was hat man davon, wenn man Freimaurer wird?" Der Profit einer Mitgliedschaft kann von der Zielsetzung her nicht materieller Natur sein. Wer materiellen Gewinn erhofft, ist an der falschen Adresse; er liegt vielmehr darin, dass ein jeder mit Hilfe seiner Brüder und mit Hilfe von Jahrhunderte alten, bewährten symbolischen rituellen Arbeiten im Tempel einen Weg findet, wie er an sich selber arbeiten kann, so dass er ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft wird, ein Mensch, fähig zu richtig verstandener Toleranz, Freiheit, Brüderlichkeit und Wahrhaftigkeit...und dies, ohne seine Persönlichkeit aufgeben zu müssen. Nicht bessere Menschen wollen wir werden, sondern bessere Mitmenschen. Dass dieser Weg gelingt, dafür gibt es keine Garantie, dafür muss jeder selber die Verantwortung übernehmen. Aber es ist einfacher, zusammen mit Brüdern am Tempel der Humanität zu arbeiten, als dies im Alleingang zu versuchen.

Unter dem Begriff "Loge" verstehen wir einerseits unseren Versammlungsort, den Tempel, aber auch die kleinste selbständige Organisationseinheit unseres Bundes. Sie ist als solche ein Verein gemäss Art. 60 ZGB mit Statuten, Vorstand, Generalversammlung. Unser Logenpräsident ("Der Meister vom Stuhl") und alle anderen "Beamten" müssen alle Jahre von der Generalversammlung neu gewählt oder bestätigt werden. Möchtegern-Gurus haben es dementsprechend schwer in der Freimaurei, die Wegbereiter von Liberalität und Demokratie war und ist.

Was sind die Voraussetzungen, um Freimaurer zu werden? Der Bewerber muss ein freier Mann von gutem Ruf sein, der fähig ist, für sich und seine Familie zu sorgen. Er muss ein tiefes Bedürfnis empfinden, an sich selbst zu arbeiten und humanistische Zielsetzungen zu unterstützen. Er muss fähig sein, zuhören zu können und wenn er spricht, stets das Wohl seiner Brüder im Auge zu haben. Er muss fähig sein, die Logenordnung einzuhalten und den Sinn von Ritualen und Symbolen zu verstehen und zu empfinden. Mehr nicht. Religion, Parteizugehörigkeit und Berufsstatus sind nicht relevant.

Die Freimaurerei soll ein Beitrag sein zu einer humaneren Welt, in der sich alle Menschen auf dem Erdkreis wohl fühlen. Die Arbeit dazu beginnt zuerst beim eigenen Ich.
unser Logenbijoux Freimaurerloge Heinrich Pestalozzi
Falkenstrasse 23
8008 Zürich
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